Die   Ü b e r g ä n g e

Die Übergänge . . .

 

Es sind die Übergänge, die das Leben interessant machen. Es gibt kleine und große Übergänge. Wobei manchmal die Kleinen zu Großen werden und manchmal die Großen zu Kleinen.

Auf jeden Fall besteht das ganze Leben aus Übergängen.

Übergänge müssen sein. Sie sind zwangsläufig im Leben. Ohne Übergänge gibt es keine Entwicklung. Manche Übergänge sind schmerzhaft und anstrengend, manche sind lustvoll und wohltuend. Allen gemeinsam ist, dass Verlassen des Gewohnten, das zu Ende gehen einer gewohnten Situation. Und immer steht auf der anderen Seite das Unbekannte. Das worüber du lange und sehr tief nachgedacht hast – was ist auf der anderen Seite ? - wie geht es mir dort ? - komme ich mit der neuen Situation zurecht, oder will ich am liebsten wieder zurück ? Aber es gibt kein zurück. 

Übergänge sind niemals umkehrbar.

Immer geht einem Übergang eine Entscheidung voraus. Und sich zu dieser Entscheidung durchzuringen, macht Übergänge so spannend und interessant, manchmal aber auch so anstrengend.

In diesem Blog werde ich sowohl die persönlich erlebten Übergänge, als auch die Übergänge der Menschheit, der Materie und der Natur beschreiben.

Den Anfang macht das „Absolute Nichts“ und am Ende steht „Dein Nichts“.


Übergänge

Was bedeutet Übergänge? Übergänge setzt sich aus Über und gänge zusammen.

Über kann zwei verschiedene Dinge bedeuten:

- Sich von einer Seite auf eine andere begeben.

- Über den Dingen stehen und die Sachen von oben, aus einer anderen Perspektive betrachten.

Gänge bedeutet:

- gehen

- sich bewegen

- vorwärtskommen.

Der Duden schreibt:

Übergänge:  das Überqueren, Überschreiten, Hinübergehen

Wechsel zu etwas anderem, Neuem, in ein anderes Stadium

Es gibt laut Duden allmähliche, kontinuierliche, unvermittelte Übergänge

Allen Übergängen gemein ist, der Wechsel von einem Zustand zu einem anderen, von einer Seite auf eine andere. Übergänge gehen immer mit einem Wechsel der Perspektive oder der Position einher. Immer geschieht der Wechsel von einem bekannten vertrauten Zustand oder Standpunkt, zu einem unbekannten nicht vertrauten Zustand oder Standpunkt.

Manchmal fällt es schwer das Gewohnte zu verlassen und in Richtung des Neuen hinüberzugehen. Manchmal will man diesen Übergang überhaupt nicht. Oft ist man aber gezwungen einen Übergang zu gehen, um sich weiterzuentwickeln. Ohne Übergang keine Entwicklung.

Zu jedem Übergang sollte man sich  frei entscheiden, ohne Zwang und Druck von außen. Jeder erzwungene Übergang ist gefährlich, weil man unter Zwang nicht weiß, wie und wo der Übergang endet und ob es unter diesen Bedingungen ein echter Übergang war, mit Entwicklungspotential.

Man hat oft den Eindruck, dass Übergänge unausweichlich sind und wir gezwungen sind den einen oder anderen Übergang zu gehen. Das entspricht der Realität. Übergänge sind zwar unausweichlich, aber man sollte immer Herr der Lage sein und sich frei für den jeweiligen Übergang entscheiden.

 

Überblick beim Übergang.

Es ist immer vorteilhaft, wenn du versuchst dir einen Überblick zu verschaffen, bevor du einen Übergang gehst. Der Überblick vor dem Übergang kann manchmal real sein, wie zum Beispiel beim Durchqueren eines Flusses. In vielen Fällen wird es diese Möglichkeit nicht geben und du bist auf deine Vorstellungskraft angewiesen. Einstein zeigte, als er gefragt wurde, wo sein Labor sei, auf seinen Kopf. Hier drin ist mein Labor. Einstein nannte seine Versuche Gedankenexperimente. So ähnlich kann es auch beim Überblickverschaffen vor dem Übergang sein. Einfach mal drüber nachdenken, was vor dem Übergang ist und was nach dem Übergang sein wird. Diese Methode funktioniert sowohl bei deinen Übergängen als auch bei den Übergängen, die du nicht real erlebst.

Stell´ dir zum Beispiel einmal den Urknall vor. Irgendwie total verrückt. Zunächst gab es das absolute NICHTS, und dann plötzlich ein ganzes Universum, zumindest die gesamte Materie oder die gesamte Energie eines Universums. Das ist eigentlich w i r k l i c h   u n v o r s t e l l b a r. Aber ist es nicht auch wirklich ein großes Geschenk, dass du die Möglichkeit hast über solche Dinge nachzudenken ?!

Überblick beim Übergang, Überblick beim Urknall.

Es ist wirklich total verrückt, wenn du dir vorstellst du bist der Beobachter des Urknalls. Egal, ob es aus physikalischen oder anderen wissenschaftlichen Gesichtspunkten möglich ist. Du kannst dir in deinem Gehirn vorstellen, dass du den Urknall in diesem Moment beobachtest. Was siehst du vor dem Urknall? Siehst du einen total schwarzen Raum, den Du eigentlich nicht sehen kannst? Oder ist irgendetwas zu sehen? Hörst du was? Oder ist es absolut still? Bemerkst du etwas bevor der Urknall losgeht? Gibt es ein Grummeln, Zischen oder Knistern? Vielleicht ein sich steigerndes Geräusch im Infra - oder Ultraschallbereich? Oder einen Klangteppich, der dich an Musik erinnert?

Es ist einfach ein riesiges Geschenk, das du dir darüber Gedanken machen kannst.

Und jetzt der Urknall.

Ist die Energiedichte so groß, dass es dich einfach weghaut? ? Oder spürst du von deinem Beobachterstandpunkt, deiner „Welt“ gar nichts davon? Oder wirst du vielleicht von dieser unendlichen Energiedichte angezogen?

Irgendwie total verrückt, wenn du dir vorstellst, du beobachtest den Urknall und wirst in den Urknall hineingezogen und wirst damit Teil des Urknalls.


Es ist wirklich toll, was du dir mit dieser kleinen grauen Masse in deinem Kopf vorstellen kannst.


Viel Spaß bei den Übergängen !


Übergänge sind . . .


Übergänge sind notwendig.


Übergänge sind zwangsläufig.


Übergänge sind entwicklungsfördernd.


Übergänge sind erkenntnisfördernd.


Übergänge sind epochal.


Übergänge sind schmerzhaft.


Übergänge sind beglückend.


Übergänge sind kolossal.


Übergänge sind atemraubend.


Übergänge sind betäubend.


Übergänge sind unumkehrbar.


Übergänge sind schön.


Übergänge sind krass.


Übergänge sind heiß.


Übergänge sind kalt.


Übergänge sind schmerzhaft.


Übergänge sind toll.


Übergänge sind tief.


Übergänge sind flach.


Übergänge sind laut.


Übergänge sind leise.


Übergänge sind hell.


Übergänge sind dunkel.


Übergänge sind total.


Übergänge sind lebensspendend.


Übergänge sind glückspendend.


Übergänge sind gefährlich.


Übergänge sind schleichend


 © Joerg Boldt